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So wandelst Du Deine Wut in positive Energie um

Kennst Du auch solche Tage?

Der Wecker hat viel zu früh angefangen zu klingeln, für den Kaffee hattest Du keine Zeit, auf der Arbeit ist nichts so gelaufen, wie es sollte.

Du kommst nach Hause, die Kinder meckern über das Essen, das ganze Haus sieht aus wie im Schweinestall.

Dein Mann sieht keinen Grund warum er seine Socken selber in den Wäschekorb räumen sollte (er arbeitet ja auch den GANZEN Tag) und dann… zum krönenden Abschluss entdeckst Du, dass Dein Nachwuchs ein wunderschönes Bild aus Zahnpasta an den Spiegel gemalt hat…

…da platzt Dir der Kragen…

…weil Du so laut schimpfst, mischt sich Dein Mann ein und fragt Dich, warum Du immer so überreagieren musst.
Damit trifft er bei Dir natürlich genau auf den Punkt und der Tag, der von Anfang an schon bescheiden war, endet mit einem Ehekrach…

Na toll!

Jetzt fragst Du Dich vielleicht:

Wie kann ich meine Wut unterdrücken? Warum “platze” ich immer so schnell?

Schon in unserer Kindheit wurde uns gesagt, dass wir nicht wütend sein dürfen.
Wut und Haß sind Gefühle, die in unserer Gesellschaft nicht toleriert werden. Trotzdem haben wir sie und leiden auch darunter.

Ist also das “Unterdrücken” der falsche Weg?

Aber was machen wir dann mit unserer Wut?

Wir müssen lernen wieder damit umgehen zu können.

Ganz klar: Du darfst wütend sein!

Du darfst auch Hass verspüren! -Ja, manchmal auch Deinen Liebsten gegenüber!

Ich weiß, man hat dann gerne Schuldgefühle und meint man wäre eine schlechte Mutter.

Ich glaube, jede Mutter kommt ab und zu in eine Situation in der sie eine Art Hass gegenüber ihren Kindern empfindet.

Das muss nicht heißen, dass man seine Kinder nicht liebt!

Wichtig ist, dass man merkt, was gerade mit einem geschieht.

Hier ein paar Tipps, wie Du mit Deiner Wut besser zurecht kommen kannst.

1. Lerne Deine Wut kennen.

Ab wann ist der Kanal voll? Beobachte, wie sich Deine Wut äußert. Wenn Du merkst, dass sie sich steigert, sage zu Dir “STOP”…was passiert jetzt gerade?

2. Stelle Dir vor, Du wärst ein Beobachter, der zufällig Deine Wutsituation sieht und hört.

Wie würdest Du Dir wünschen zu reagieren? Welche Tipps hättest Du für Dich?

3. Lass Wut zu.

Suche Dir einen Ort, an dem Du Ruhe hast. Setze Dich bequem auf ein Kissen und schließe Die Augen. Beobachte Deine Atmung und beende alle anderen Gedankengänge. Stelle Dir dann eine Situation vor, die Dich wütend macht. Spüre Deine Wut. Wo sitzt sie? Im Bauch, im Hals, in der Brust? Lasse die Wut einfach zu. Wenn es Dir gut tut, kannst Du auch ein Kissen werfen oder darauf schlagen. Schreie, wenn Du möchtest.
Denke dann wieder an Deine Atmung und stelle Dir eine Situation vor, die Dich glücklich macht. Lache laut, fühle Dich ganz hinein in die schöne Situation. Sage Dir dann vor: Ich bin wach und glücklich! Und öffne die Augen.

4. Überlege, wie Du in Zukunft mit Stress- und Wutsituationen umgehen möchtest und übe sie schon einmal in Gedanken.

Stelle Dir eine Wutsituation vor und spiele sie in Gedanken so durch, wie Du gerne reagieren würdest. Mit diesem Mentaltraining wirst Du Dich in der nächsten Situation besser unter Kontrolle haben.

5. Gewaltfreie Kommunikation

Die meisten Konflikte entstehen dann, wenn der eine den anderen beschuldigt.
Versuche Deinem Gegenüber Deine Gefühle zu erläutern und was Du Dir wünschst.
Z.B.: Dein Mann lässt seine Socken immer herumliegen.

Bisheriger Wortwechsel:
Du: “Jetzt liegen Deine blöden Stinkesocken schon wieder auf dem Sofa! Ich bin doch nicht Deine Putze!”
Er: “Oh Mann, wie bist Du schon wieder drauf! Nicht mal in ruhe fernsehen darf man nach einem harten Arbeitstag.”

Neuer Wortwechsel:

Du: “Schatzi, ich hatte echt einen bescheidenen Tag. Meine Füße tun weh, ich habe den ganzen Tag den Kindern die Spielsachen hinterher getragen.
Weißt Du, es würde mir so sehr weiterhelfen, wenn Du Deine Socken in die Wäsche tun würdest, dann wäre der Abend gleich viel entspannter!”

Er: “Aber natürlich mein Schatz! Es tut mir leid, dass Du so geschafft bist…soll ich Dir Deine Füße massieren?”

😉

Wenn Du Situationen hast, die Dich schon länger belasten, kannst Du auch zu einem Coach oder Therapeuten gehen, der Dich bei der Bearbeitung Deiner Wut begleitet.

Hast Du noch andere Tipps?

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